Auf einem Segelschiff fährt die kleine Leyla von der türkischen Stadt Izmir zu der griechischen Insel Kreta. Für das Mädchen ist das eine ganz besondere Reise: Sie begibt sich auf eine Spurensuche in die Vergangenheit um die geliebte Teekanne ihrer Großmutter zu finden.Diese berührende Geschichte thematisiert „Heimat“ und Freundschaft und zeigt wie wichtig es ist ein Versprechen zu halten.Deutsch-Türkisch, 32 Seiten. Liebevoll illustriert von Sernur Işık.ISBN: 3-86121-524-0 (gebundene Ausgabe), Anadolu Schulbuchverlag, 2014

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Rezension

Autorin Arzu Gürz Abay und Illustratorin Sernur Işık sprechen mit Omas Teekanne in Kreta – Büyükanne’nin Girit’teki  Çaydanlığı  all unsere Sinne  an: Die warmen Sonnenstrahlen der Ägäis kitzeln unsere Wangen,  wir atmen den Duft von Salzwasser ein und sehen Bilder mit herrlich blauem Meer, Möwen und bunten Blumen.

“Omas Teekanne in Kreta – Büyükanne’nin Girit’teki Çaydanlığı “ ist das neueste von fünf deutsch-türkischen Kinderbüchern der Autorin Arzu Gürz Abay, das auf 28 liebevoll gestalteten Seiten dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Leyla und ihr Vater nehmen uns mit auf eine Reise von der Westküste der Türkei  zur größten griechischen Insel Kreta – wo sie mehr erwartet als nur Omas Teekanne.

Und ganz nebenbei erfahren wir von der Geschichte Kretas, die einst in osmanischer Hand war. Unbefangen und mit großer Leichtigkeit basiert Autorin Arzu Gürz Abay die Geschichte auf den Vertrag von Lausanne, einer  Vereinbarung, die im Jahre 1923 zwischen der Türkei und anderen europäischen Ländern geschlossen wurde und der einen sogenannten Bevölkerungsaustausch zwischen Griechen und Türken vorsah.

Leyla, die Heldin der Geschichte, erfährt auf ihrer Reise, wie wichtig es ist, Freunde zu haben, andere Kulturen zu respektieren und Versprechen zu halten –  so wie im wahren Leben.

Ein Kinderbuch, das die Herzen öffnet, die Sinne berührt und den nächsten Urlaub in greifbare Nähe rückt.

 Canan Büyrü, WDR KiRaKa, Kelebek Programm

Allein der Titel des Buches "Omas Teekanne in Kreta" weckt bei dem Leser die Neugier und Bereitschaft, sich auf eine Reise zu begeben. Leyla, die kleine Protagonistin des Buches liebt ihre Oma Nermin über alles. Sie liebt es auch bei ihr zu weilen und den Geschichten aus vergangenen Zeiten zu lauschen.

Oma Nermin hat nicht immer in Izmir gelebt, sondern auch auf der Inse Kreta. Das Verlassen ihrer griechischen Heimat, war das gleiche Schicksal welches sie mit unzähligen anderen Menschen teilt. Die Autorin Arzu Gürz Abay setzt ein gelungenes Zeichen der Mutikulturalität.

Es gibt eine Heimat abzugeben und eine neue Heimat anzunehmen. Die wunderbre Geschichte ist zweisprachig, auf Deutsch und auf Türkisch, geschrieben. Das Ziel ist nicht nur das Leyla mit ihrem Vater den Schatz auf Kreta finden möchte, weil sie die Herzensangelegenheiten ihrer Großmutter ernst nimmt, sondern auch die Wichtigkeit der Wertevermittlung steht im Mittelpunkt. Im Verlauf der Geschichte, gelingt es der Autorin das Gefühl von Verbundenheit, Vertrautheit und Miteinander federleicht zu vereinen.       Helena Katsiavara, Kulturjournalistin